Auf in eine neue Reihe… und es ist eine ganz besondere. Also (noch) nicht für mich, aber jemand anderen. Dazu gleich mehr. Nachdem nun die Inheritance Reihe erfolgreich abgeschlossen ist und wir gespannt auf die vollständige Veröffentlichung von The Grandest Game warten, stürzen wir uns zwischendurch mal eben in eine neue Welt. Eine ziemlich große, wie es scheint: Es geht um Throne of Glass! Mit der anstehenden Veröffentlichung des nächsten Teils von Acotar und den damit verbundenen Theorien möglicher Cross-Over sind wir damit natürlich wieder voll im Trend. Anders ist man es hier ja auch nicht gewohnt. Jaja. Ob ich schon weiß, auf was ich mich eingelassen hab? Vermutlich noch nicht.

Auf einen Blick

Genre:

Seitenzahl: 512

Verlag: dtv

Jahr: 2012

Tropes/Themen:

Wie bin ich bei diesem Buch gelandet?
Heute wirds sogar in dieser Kategorie spannend! Ja, es ist soweit! Es war mal nicht die klassische Stöberei auf der Onleihe. Nein! Es handelt sich dabei um nicht viel weniger als die Lieblingsreihe meiner Freundin. Wuhu! Nach mehrfachem Wunsch eben jener sowie weiteren subtilen Tricks (wie z.B. das Lagern der Bücher in meinem Schrank) habe ich mich bereitwillig und völlig eigenständig dazu entschieden, mich der Reihe zu widmen. Dieser Eintrag geht raus an meinen liebsten Menschen, der gleichzeitig auch meine treuste Leserin hier ist. Love U!
Achtung, ab hier wird gespoilert!
Wenn du das Buch noch nicht gelesen hast, spring direkt zum Fazit. Ansonsten geht es jetzt ans Eingemachte!

Worum geht’s im ersten Teil von Throne of Glass?
Celaena ist eine Badass-Super-Assassinin. Jung, schön und (leider) versklavt. Sie wurde verraten und kämpft seit über einem Jahr in Endovier (=Arbeitslager) um ihr Überleben. Der König veranstaltet ein Turnier, um seinen neuen Champion zu küren und sein gutaussehender, aber leicht rebellischer Prinz sucht genau sie als Kandidatin aus. Also zurück ins Schloss. Sie freundet sich mit dem halben Hof an, u.a. einer Asyl-Prinzessin (Nehemia), dem Leibwächter (Chaol) und dem Prinzen (Dorian). Ein magisches Wesen treibt nachts auch noch sein Unwesen. Einige Geheimnisse und Entdeckungen später gewinnt sie dann trotz Vergiftung und dunkler Magie und wird Champion, wuhu! Lovetriangle ist natürlich auch am Start.

Was bleibt in Erinnerung
- Fleetfoot: Viel Liebe für coole Hunde. Er macht zwar nichts besonderes, aber hab immer gerne gelesen, wie er reagiert.
- Chaol: Sympathischer Mann. Hab mich gefreut, dass er am Ende das Herz von Celaena erobert hat. Auch die moralischen Bedenken, nachdem er Cain getötet hatte waren gut dargestellt. Bin gespannt, wie er im nächsten Teil damit umgeht.
- Gelungenes Finale: Auch wenn das Magiesystem an Stellen noch verwirrt, war der Endkampf ganz gut gelungen und spannend.
- Noch einiges offen: Der König rückt noch nicht wirklich raus, Perrington ist auch durchtriebener als gedacht, Celaena verschweigt auch noch einiges, Nehemia sowieso … Macht auf jeden Fall Lust auf mehr.
- Prüfungen cool, aber wenig im Fokus: Ich mag das Setting gern. Leider waren die „Trials“ hier gar nicht wirklich im Fokus. Bis auf das Finalturnier und eine besondere Prüfung. Musste nicht zwingend mehr sein, aber trotzdem schade. Bin Fan von dem Kram.
- Harte Schale, sehr weicher Kern: Dafür, dass Celaena so ’ne Killerin ist, wird sie wenig brutal und sehr zerbrechlich inszeniert. Bleibt abzuwarten, ob da noch mehr schlummert. Vermutlich – sonst wäre die Reihe nicht so lang.
- Die nächtliche Mordserie: Wenn es einmal passiert, okay. Meinetwegen auch zweimal. Aber wenn nachts ständig Teilnehmer des Turniers sterben, wäre es dann nicht irgendwann mal angebracht Maßnahmen zu ergreifen? Leibwachen… Ausgangssperre… Irgendwas? Da hat Chaol zugegebenermaßen nicht unbedingt gut performt bei seinen Untersuchungen.
- Celaenas Selbstbewusstsein: Schon während den ersten „Trials“ hat Celaena immer wieder Bedenken, ob sie es wirklich durchschafft. Gleichzeitig hält sie sich zurück, um nicht aufzufallen, und verhält sich ziemlich cocky. So ganz passt das nicht zusammen. Sicher hat das Arbeitslager Spuren hinterlassen, wirkte aber trotzdem nicht ganz konsistent. Obwohl sie sich gleichzeitig zurückhält.
- Etwas unbeholfene Romantik: Der Prinz wird zwar immer als überlegen, selbstverliebt und flirty dargestellt, aber das, was er sagt, wirkt irgendwie nicht danach. Nicht wirklich souverän. Fast schon blass. Aber im Buch herrscht ja Einigkeit, dass das verführerisch ist, muss ich ja nicht mitschnabeln.
Mein Fazit
Die Geschichte ist sicher nicht perfekt geschrieben und bietet an der ein oder anderen Stelle noch Potential nach oben. Soweit ich in meinen unfassbar tiefgehenden Recherchen erfahren habe, ist der erste Teil entstanden, als die Autorin 16 Jahre alt war. Dafür ist das schon mehr als ordentlich. Natürlich wurde das Ganze vor der Veröffentlichung nochmal redaktionell überarbeitet, aber trotzdem. Die Geschichte hat definitiv Charme und macht Lust auf die weiteren Teile. Lässt sich schön weglesen. Fokus auf tödliche Spiele alá Tribute von Panem oder Powerless sollte man nicht erwarten.

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