The Inheritance Games (Teil 1) von Jennifer Lynn Barnes

Kennt ihr das Spiel Blue Prince? Falls nicht: Ein nichtsahnender Erbe rätselt sich durch die Irrungen und Wirrungen seines vermachten Anwesens und lernt damit immer mehr über die Geheimnisse seiner Vorfahren. Wer sich schon immer mal eine Buchversion davon gewünscht hat: Hier bist du richtig. Alle anderen Fans von Rätsel und Mystery kommen hier aber auch auf ihre Kosten.

Als begeisterter Leser der Cold Case Academy (hier geht’s zur Rezension der Reihe) wollte ich nochmal in eine andere Welt von Jennifer Lynn Barnes eintauchen. Nachdem The Inheritance Games die bekannteste Reihe von ihr ist, dachte ich, da kann man nichts falsch machen. Bisschen nostalgisch: Die Cold Case Academy-Reihe hatte damals zu meinem ersten Blogeintrag inspiriert.

Wenn du das Buch noch nicht gelesen hast, spring direkt zum Fazit. Ansonsten geht es jetzt ans Eingemachte!

Avery ist arm und spielt Schach mit Pennern im Park. Sie lebt bei ihrer Stiefschwester, Mutter ist leider nicht mehr da. Dann wird sie plötzlich zur reichsten Erbin von Texas, weiß aber gar nicht warum. Das Testament gibt dazu ein paar Regeln vor und so lebt sie nun mit vier enterbten Brüdern und noch viel mehr Familie in der Villa. Es folgen viele Rätsel vom verstorbenen Opa, Mordanschläge von Neidern und die Aufklärung eines etwas zurückliegenden Todesfalles im Dunstkreis der Familie. Dann haben sich alle lieb. Aber das Rätsel hat gerade erst begonnen und der Penner aus dem Park ist plötzlich wichtig.



  • Vier Brüder auseinanderhalten: Ziemlich schwierig, wenn man nur drei Gehirnzellen hat. Bis auf Nash, der sich sehr erwachsen gegenüber den anderen darstellt, ist mir die Unterscheidung lange schwergefallen. Natürlich hat jeder seine eigenen Charakterzüge. Lag eher an meiner eigenen Kapazität
  • Nan: Ich mochte das Zitat „furchtbarer Mann… Zärtlichkeit schwang in ihrer Stimme“. Sonst kann ich mit dem komischen Ömchen aber noch nicht ganz so viel anfangen.
  • Libby und Drake: Die toxische Dynamik zwischen den beiden war gut beschrieben und für die Geschichte gut passend. Drake hat aber schon arg freigedreht. Bei allem „ich muss es allen recht machen“ von Libby – so einen Tick früher hätte das Loslösen von dem Kerl schon stattfinden können. Vor allem, weil mit Nash doch schon der passende emotionale Ersatz bereit steht


Bewertung: 4.5 von 5.

Wer Cold Case Academy mochte, wird sich hier auch sehr wohl fühlen. Und genauso umgekehrt. Einzige Gefahr: Es könnte sich zu ähnlich anfühlen. Beide Male wird die Protagonistin in eine ganz neue Umwelt hineingezogen, steht ohne Mutter da, hat mir ihr in der Kindheit seltsam anmutende Spiele gespielt (hoffe das klingt nicht falsch) und ist mit überdurchschnittlicher Intelligenz gesegnet. Dazu noch ein – sagen wir mal – durchschnittlich erfolgreicher Personenschutz. Bin selbst gespannt, ob in den kommenden Tielen noch weitere Parallelen herauskristalisieren. Unabhängig davon: Kann das Buch nur empfehlen.

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