Saphirblau (2025) von Kerstin Gier

Hier folgt Teil zwei der Edelstein Trilogie – im Gegensatz zum ersten Teil habe ich diesen nun in der Neuauflage gelesen. Welche spannenden Unterschiede zur Originalversion ich entdeckt habe, erfahrt ihr nur hier! Spoiler: Keine, weil ich die alte Version nicht kenne. Ein bisschen anders hat es sich aber schon angefühlt, dazu später mehr.

Wenig überraschend: Ich habe Rubinrot gelesen (hier geht’s zur Rezension) und wollte wissen, wie es weiter ging. Duh. Bei der Onleihe war Saphirblau leider gerade vergriffen und weil ich nicht so lange warten wollte, habe ich den Buchnerd meines Vertrauens nach dem Teil befragt und zack… die Neuauflage! Im Cover ist sogar ein Loch durch das man seinen Fingerstecken kann… hihi.

Wenn du das Buch noch nicht gelesen hast, spring direkt zum Fazit. Ansonsten geht es jetzt ans Eingemachte!

Gwen bekommt mit dem Gargoyle Xemerius ein weiteres „Haustier“ bzw. „gefährlichen Dämon“. Leslie bekommt nen Liebhaber (der Bro von Gideon). Nach der wilden Knutscherei mit Gideon im Beichtstuhl folgt eine „Er-mag-mich-er-mag-mich-nicht“ Beziehung. Wir fragen uns immer noch, was genau Paul und Lucy eigentlich vorhaben. Gwen freundet sich mit ihrem Opa aus der Vergangenheit an und schmiedet wilde Pläne. Dann gibt sie sich auf einem Ball noch hart die Kante bevor der Graf ihr am Ende noch steckt, dass Gideon eigentlich ein Bad Boy ist und nur mit ihren Gefühlen gespielt hat. Aua.



  • Schreibstil der Neuauflage: Gegenüber der Erstauflage fühlt es sich „runder“ an. Liest sich etwas flüssiger. Zumindest vermute ich, dass es daran liegt. Könnte aber auch ein Placebo-Effekt sein. Konkreter kann ich es aber auch gar nicht benennen – da zeigt sich meine ganze Expertise.
  • Die perfekte Bürokratie der Bruderschaft: Muss man mal erwähnen. All das Herumgespringe, das genaue Abpassen der richtigen Zeiten, die präzisen Protokolle jedes einzelnen Tages (außer der Wachmann war zufällig am Nachmittag hackedicht)… da wird selbst der Bürokratiestaat Deutschland blass vor Neid.


Bewertung: 4 von 5.

Wie man schon an der Auflistung von Pro und Contra sieht, überwiegen für mich die positiven Aspekte. Die ganzen Kleinigkeiten im Schreibstil machen die Reihe bzw. explizit den Teil wirklich angenehm zu lesen. Aber: Der eine Kritikpunkt hinsichtlich Pacing wiegt trotzdem schwer. Für sich allein gesehen, hat der Teil für mich jetzt nicht „die“ herausragenden Szenen produziert. Ich frage mich aber auch: muss das der zweite Teil einer Trilogie überhaupt? Oder reicht es, die Bühne für das große Finale vorzubereiten? Denn das hat der Teil auf jeden Fall geschafft. Dennoch hätte mir ein wenig mehr Vorankommen gefallen.

Lust auf die anderen Beiträge zur Reihe?
-> Rezension zu Rubinrot (2009) von Kerstin Gier
-> Bonus: Wie löst man den Code am Ende von Saphirblau?
-> Rezension zu Smaragdgrün (2025) von Kerstin Gier

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