Rubinrot (2009) von Kerstin Gier

Die Edelsteintrilogie. Gerade wieder ganz en vogue aufgrund der Neuauflage mit Farbschnitt und exklusivem Bonusmaterial. Da soll es neben einigen sprachlichen Modernisierungen auch noch das ein oder andere Bonuskapitel zu Lucy/Paul und Gideons Zeitreisen sowie ein ausgebautes Happy End geben. Wusste ich davon als ich angefangen habe zu lesen? Nö. Musste ich googlen, wie man en vogue richtig schreibt? Definitiv. Bin ich trotzdem am Puls der Zeit mit der Rezension? So halb zumindest… Teil 1 „Rubinrot“ wurde nämlich erstmal geschmeidig in der ursprünglichen Fassung von 2009 gegönnt. Die anderen beiden Teile stehen mir dann aber in der Neuauflage zur Verfügung. Ich kann innerhalb der Trilogie also den direkten Vergleich ziehen. Seid gespannt. Aber jetzt erstmal zu dem Buch hier.

Bei der Onleihe ein bisschen in den zuletzt zurückgegebenen Büchern am Stöbern, bin ich über Rubinrot gestolpert. Dass ich davon schon mal vor langer Zeit gehört hatte hat gereicht, es jetzt mal auszuprobieren. Schließlich gibt es dazu auch noch eine Verfilmung. Ich bin vielleicht nicht der größte Filmjunkie, aber da bin ich immer großer Fan von. Und die Reihe wurde teilweise sogar in meiner Heimatstadt gedreht (Ui!).

Wenn du das Buch noch nicht gelesen hast, spring direkt zum Fazit. Ansonsten geht es jetzt ans Eingemachte!

Gwendolyn lebt ihr Leben im Dunstkreis einer Geheimsekte, bei denen manche sogar in der Zeit springen können. Ihre Cousine Charlotte soll eine von insgesamt zwölf sein, aber habsdi-babsdi: In Wirklichkeit macht plötzlich Gwen unkontrollierte Zeitreisen. Alle sind baff und so wird sie langsam in die Geheimnisse der geheimen Geheimorganisation eingeführt. Da kann man über einen Chronograph nämlich steuern, in welche Zeit es zurück geht. Es gab mal zwei davon, aber Lucy und Paul – ebenfalls mit dem Gen zum Zeitreisen ausgestattet – haben den einen geklaut und sich in der Vergangenheit versteckt. Das gefällt gar nicht. Eigentlich soll nämlich das Blut aller Zeitreisenden in das Gerät eingelesen werden, um den tollen Stein der Weisen zu erschaffen. Der soll richtig wichtig sein… sagt zumindest der Graf von Saint Germain. Der chillt in der Vergangenheit und verantwortet den ganzen Kram. Er kann Gwen sogar freihändig würgen. Achja und einen sexy Love-Interest gibt es mit Gideon natürlich auch.



  • Intention der Mutter: Bin ich ziemlich zwiegespalten. Verstehe schon, dass man seinem Kind eine möglichst sorgenlose Kindheit ermöglichen will… trotzdem: du weißt, dass dein Kind vermutlich irgendwann unvorbereitet in der Zeit springt und du lässt es erst einmal völlig unbedarft reinlaufen. Man hätte bei der Erziehung zumindest ein, zwei historische Fakten einfließen lassen können. Zumindest zur Historie des eigenen Hauses oder so. Aber gut. Wir wissen ja noch nicht, was jetzt die genauen Gründe waren.
  • Das Familienleben: Bin gespannt, wie sich die Dynamik in der Familie (Charlotte/Glenda mal außen vor) noch entwickelt. Bisher waren die Interaktionen mit den kleinen Geschwistern Nick und Caroline noch überschaubar. Hatte nur am Anfang echt Schwierigkeiten Caroline und Charlotte auseinander zu halten. Die Namen waren mir etwas zu nah beieinander. Ich sehe bei Mr. Bernhard großes Potential, dass ich noch ein Fan von ihm werden könnte.


Bewertung: 4 von 5.

Hat ein wenig gedauert, bis ich im Lesefluss war. Dann hat das Setting und der Storyverlauf aber gut mitgerissen, obwohl ich sicherlich nicht Hauptzielgruppe bin. Die beiden anderen Teile werden definitiv nicht lange auf sich warten lassen.

Lust auf die anderen Beiträge zur Reihe?
-> Rezension zu Sapirblau (2025) von Kerstin Gier
-> Bonus: Wie löst man den Code am Ende von Saphirblau?
-> Rezension zu Smaragdgrün (2025) von Kerstin Gier

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